Klusensprung am 04.06.2009

  • Posted on: 8 June 2009
  • By: derDaniel

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Am Donnerstag den 04.06.09 stand mal wieder Geocachen auf dem Programm. Wir (Marian und ich) brachen in der Dämmerung auf um einen Rätselcache zu heben. Klusensprung war zu finden, und wie wir wussten war das ein Wasserlauf, der auf der Kino und Schauspielhaus-Halbinsel in die Wupper lief. Nach einer weile beobachtet werden und einer Ratte, die mit Gras im Maul durch den Fluß schwomm, machten auch wir uns mit Gummistiefel und WatHose auf, um durch die Wupper auf die andere Seite zu kommen. Den beobachtungen zur Folge brachen wir das Wupperüberqueren ab, da ich bis zum Bauch in der Wupper stand und Marian in den Gummistiefeln nicht hinterher kam. Weiter war auch sehr viel Müll unser Begleiter, der sicherlich für Füße und andere Körperteile gefährlich war. Ein ausrutschen und abtreiben bei Dunkelheit in derartiger Wassertiefe war gefährlich und nicht zu empfehlen.

Wir gingen über eine Brücke und versuchten den Einstieg von der anderen Seite zu schaffen. Marian war der erste, der über eine kleine Brüstung im Fixerbesteck und anderem Abfall landete. Ich kam ihm hinterher und musste mich beeilen, denn wir bekamen bald gesellschaft von einem Pärchen, das in den Weg abbog, auf dem wir soeben noch standen. Mein Grigri klemmte etwas und nach kräftigem panischen zusammendrücken war ich in der Dunkelheit unbemerkt mit lautem rascheln verschwunden. Marian ging vorran und fiel durch einen schmalen Spalt, der sich in einen 2m tiefen Wasserlauf enttarnte, konnte sich aber mit den Armen noch abstützen und bereitete mir als nachzügler den Weg als Gefahren-Sucher und -Finder.

Am Wupperufer angekommen (diesmal auf der anderen Seite) fanden wir recht schnell das richtige Loch mit der korrekten Beschriftung an der Wand und konnten in Bauchhöhe in die flache Öffnung einsteigen. Zu beginn war die Deckenhöhe ca. 1m hoch und im Watschelgang mühsam zu überwinden. Nach 10m wurde

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die Deckenhöhe größer und ein fast aufrechter Gang und schnelleres forankommen war möglich. Teilweise gemauert und teilweise Höhle wurde sichtbar. Der Weg teilte sich und wir erkannten, das geradeaus der Weg enorm flach wurde und anscheinend verschüttet war.
Im abgehenden Gang folgten wir einem Metallrohr (wahrscheinlich für frischwasser) und kamen nach einer immer flacher werdenden passage an einen unterirdischen Brunnen, der einen Durchmesser von ca. 2x2 meter hatte. hier war ein Schacht mit metallstufen nach unten, der nach einer Wassertiefe von 1m mit Schlamm gefüllt war. In diesen Brunnen führte das Metallrohr nach unten hinein in den Schlamm. Das überqueren des Brunnens war nicht einfach, gerade nicht für die Gummistiefel von Marian, wurde aber geschafft und weiter ging es hinein in den nächsten Gang. Dieser endete nach einer langgezogenen Biegung und immer flacher werdend in einem eingestürzten Bereich.

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Der gesuchte Geocache lag auf der anderen Seite des Brunnens hinter ein paar Steinen in einer Niesche der Tunnelwand. Er bestand aus einer blauen spritzwasser geschützten Box und den darin Typischen Dingen wie Logbuch, Stift, kleine Tauschgegenstände, Travelbug.

Da Marian in einem Abzweig rückwärts steckte, konnte er nicht wenden und musste rückwärts rauskrabbeln. Im unterirdischen Brunnen hab ich meine Wathose grob gesäubert, die dann beim Rückweg wieder etwas dreckiger wurde. Etwas müde aber mit dem glitzern in den Augen eines Schatzsuchenden beendeten wir die Tour kurz nach Mitternacht und kamen unentdeckt zum Auto zurück, das brav am Kino auf uns wartete.

Bis bald im Wald, oder bis gleich am Teich sagt, derDaniel

PS: Weitere Bild unter der Rubrik Geocaching

- Verwendete Bilder wurden mit der Sony Unterwasserkamera gemacht -